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1.Tag: Anreise (Dienstag, 22. Februar 2011)
4:00 Uhr Abfahrt Geisleden - Zwischenstopp in Heiligenstadt Marcel Callo Haus.
Dann brachte uns der Busfahrer Herr Klaus zum Internationalen Flughafen nach FRANKFURT/MAIN.
Allgemeine Infos bekamen wir im Bus durch Reiseleiter Manfred Köhnen vom KREIS der FREUNDE ROMS und durch unsere geistliche Reisebegleitung Pfarrer Günther Christoph Haase.
Nach dem Morgengebet war noch genug Zeit für ein Nickerchen.
Unsere Reisegruppe mit 51 Leuten ist bunt gemischt und kommt vorwiegend aus dem EICHSFELD und UH-Kreis und Pilgern aus Magdeburg und Eisenach.
Gemeinsames einchecken am Gruppenschalter, da stellten wir fest das Frau Müller fehlt. Was nun ?!
Ein Rückruf bei Ihr ergab das sie sich im Tag vertan hat. Es wurde dann ein Flug später für sie organisiert durch das Reisebüro vom KDFR in Düren.
Unser Flieger startete 10:05 Uhr Richtung TEL AVIV mit der Maschine TLV LH 686 von LUFTHANSA.
Frank und Ich sitzen leider nicht zusammen, aber die paar Stunden werden wir alleine schaffen :-(
Unser Flieger - Flughafen Ben Gurion Tel Aviv
Benannt wurde der Flughafen in Tel Aviv (1975) nach dem ersten Ministerpräsidenten/Premierminister Israels: Ben Gurion.
Gegen 14:50 Uhr Ankunft am BEN GURION Flughafen in Tel Aviv. Am Flughafen sollte uns eigentlich unser Busfahrer für die Zeit in ISRAEL erwarten, aber keiner war da :-( Wir sehen auch unseren Flieger wieder in Richtung Heimat fliegen. Nach einen Rückruf durch unseren Reiseleiter kommt unser Reisebus etwas später mit Hr. Köhnen in der offenen Tür, Haare flatternd angebraust ;-).
Noch schnell die mitgebrachten "Hasenbrote" aus der Heimat verputzen. Gestärkt können wir nun unsere Koffer in den modernen klimatisierten Bus verstauen dann kann es losgehen! Unser Busfahrer für die nächsten Tage heißt SALIM. Tel Aviv erwartet uns mit frühlingshaft warmen Wetter. Herrlich !
Noch ein großer Flieger
Ein riesiges Aufklärungsflugzeug von AWACS fliegt Patrouille über Tel Aviv. Den Radarteller kann man gut erkennen.
Panoramablick über Jerusalem
Auf der Fahrt nach JERUSALEM (ca. 70 Kilometer östlich von Tel Aviv) erhalten wir schon einige Informationen über das Land und die Leute hier in ISRAEL.
So heißt die Stadt TEL AVIV = auf deutsch: Hügel des Frühlings. Ja wirklich ein Frühlings Wetter erwartet uns hier. ISRAEL hat ca. 7 Millionen Einwohner, wovon mittlerweile ca. 1 Mio. Russische Juden sind. Das Land ist etwa halb so groß wie die Schweiz. Dafür kann das Land 5 Klimazonen aufweisen (die wir in den nächsten Tagen durchfahren werden).
Salim fährt uns zu einem tollen Aussichtspunkt, von wo aus wir einen tollen Panoramablick über die Stadt JERUSALEM haben. Es ist schon dämmerig, aber die 2 Katzen entdecke ich noch :-) und sie lassen sich auch von mir streicheln! News und Veranstaltungen unter: jerusalem.muni.il.
Im Bus kommt dann noch die "Bank auf 2 Beinen" da nutzt jeder die Möglichkeit das Geld in israelische SCHEKEL umzutauschen.
Vatikanisches Gästehaus - Notre Dame
Dann geht´s gleich weiter zum VATIKANISCHEN GÄSTEHAUS - NOTRE DAME wo wir die nächsten 3 Nächte lang wohnen werden.
Kurz Koffer aufs Zimmer bringen und dann zum Abendbrot. Siehe weitere Infos unter: Notre-dame.
Abendlicher Blick auf´s Gästehaus und drumherum
Ein reichhaltiges Buffet wurde uns bereitet. Von kalten bis warmen Speisen gab es alles was das Herz begehrt, da war für jeden etwas dabei.
St.Louis Hospital - Hospiz
Gegen 20:00 Uhr sind wir bei Sr. Monika (stammt aus Düsseldorf) im französischen ST. LOUIS HOSPITAL gleich nebenan verabredet. Sie ist schon 11 Jahre hier in Israel und schon vor 23 Jahren machte
sie ein Praktikum als Volontär in diesem Hospiz. Sie machte auch Werbung, denn engagierte Leute werden immer gebraucht. Siehe auch: Volontär.
Sie hält einen schönen und interessanten Vortrag über das Thema Völkerverständigung und Würdevollen sterben. In diesem Hospiz werden alle aufgenommen, egal ob arm oder reich, egal welcher Herkunft, Hautfarbe und vor allen welcher Religion. Nach Umbau der Küche (in eine Koschere Küche) können nun auch die jüdischen Patienten beruhigt ihr Essen genießen.
In der Kapelle
"Die Geschichte vom verlorenen Gebiss"
Sr. Monika erzählte uns noch eine Anekdote aus dem Jahre 1954 als das Hospital noch direkt an der Grenze Israel/Jordanien stand. Auf dem Dach des Gebäudes und der gegenüberliegenden Stadtmauer waren israelische bzw. jordanische Soldaten postiert. Die Straße dazwischen war mit Stacheldraht abgesperrt. Seit 6 Jahren wurde von niemanden die Straße betreten da man sonst zur Zielscheibe geworden wäre. Im Jahre 1954 passierte diese amüsante Geschichte. Eine Nonne schaute aus dem geöffneten Fenster und bekam einen Hustenanfall. Dabei fiel ihr Gebiss in den Todesstreifen vor dem Haus. Um die "kostbaren" Zähne zurück zu bekommen wandte sich der Pfarrer an die Israelische Verwaltung, die wiederum bei der UN (die den Bereich überwachte) nachfragte, welche wiederum bei den Jordaniern nachfragte und diese gaben grünes Licht. So kam es zu einem einstündigen Waffenstillstand während dessen ein französischer UN-Soldat, ein Jordanischer Soldat und ein israelischer Soldat zusammen mit der Schwester nach dem verlorenem Gebiss im Stacheldraht suchten. Letztlich konnte das Gebiss geborgen werden. Es zeigt sich das Menschen selbst über Kriegsparteien hinweg menschlich seien können.
Fotografiert wurde das Geschehen vom Fotografen DAVID RUBINGER der hierbei sein 1. Foto für das Time-Life Magazin machte. Mehr zum Thema unter: jposttravel.com in englisch.
Nach dem Vortrag wurden uns in der Bibliothek Getränke gereicht und es ergab sich noch die Möglichkeit zum Gespräch. Sr. Monika gab uns noch eine sehr schöne Visitenkarte mit E-Mailadresse.
Pfarrer Jakob aus Uder ist gestern mit einer Gruppe nach Jerusalem gereist, mal sehen ob wir uns sehen, wäre doch toll!
Letzte Änderung am 18.05.2012 00:12 Uhr
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