Eichsfeldisches



"Wer dem Eichsfeld noch nie einen Besuch abgestattet hat,
versäumt in der Tat sehr viel."

- Dies hat der Schriftsteller Theodor Storm einmal festgestellt.
Siehe auch: Wikipedia

Was ist das Eichsfeld



Map based on work of D. Liuzzo

Das Eichsfeld liegt in der Mitte Deutschlands. Menschliche Werte werden in unserem von beeindruckender Natur und einer einzigartigen Kultur geprägtem Gebiet groß geschrieben. Schmucke Orte und eine abwechslungsreiche Landschaft kennzeichnen die über 1111-jährige Kulturlandschaft.

897 - 2008 = 1111 Jahre Eichsfeld.

Also seien Sie herzlich Willkommen !

Unter meckedruck.de findet sich eine schöne Beschreibung des Eichsfeldes. Und wenn es Euch/Ihnen gefallen hat, kann man gleich noch das Buch "Unser schönes Eichsfeld" kaufen. winking smiley

Hier muss noch eine kurze Beschreibung des Eichsfeldes hin. Für eine etwas längere Version (10 Seiten) kann man sich ja folgendes anschauen:

Das Eichsfeld wird übrigens [Eiksfeld] ausgesprochen, also mit "k", wie auch Christian oder Dachs und Ochse.

Die 'Nationalhymne' des Eichfeldes, der Eichsfelder Sang von Dr. Hermann Iseke, ist hier zu finden, auch mit einer englischen Übersetzung.


Das Eichsfeld und drumherum



Hier möchten wir einiges aus unserer Heimat näher beschreiben, was sicherlich auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Aber ein Anfang ist gemacht und folgende (mehr oder weniger lange) Beschreibungen könnt ihr euch schon anschauen:



Die Necknamen/Spitznamen der einzelnen Orte findet ihr hier.



Grenzgeschichten auf einem Audioguide



Spurensuche 20 Jahre danach. Auf einem Rundwanderweg (ca. 5 Kilometer) kann man an 8 Hörpunkten Einblicke in die Grenzsituation der ehemaligen Demarkationslinie zwichen Werra-Meißner und dem Eichsfeld von 1945-1990 erhalten.

Unter: vfr-grenzguide.de kann man die Hördateien auf sein MP3 Gerät runterladen. Auf der Burg Ludwigstein kann man auch Audioguides ausleihen.

Faltblätter "Grenzguide-Grenzgeschichten [ab]gehört" sind in der Naturparkverwaltung in Fürstenhagen kostenfrei erhältlich.

Liebe geht durch den Magen



Die bodenständige Eichsfelder Küche ist wahrhaft zum Verlieben! Die typischen Wurst- und Schlachte-Spezialitäten wie den Weltbekannten Feldgiecker/Feldkieker, Gehacktes (Mett), Garwurst und andere kulinarische Spezialitäten müssen sie einfach probiert haben. Siehe dazu: Wikipedia und gleich dazu noch Rezepte und co. unter im-eichsfeld.de. Ob süß oder deftig, da ist bestimmt für jeden etwas schmackhaftes dabei. Tipp: Die Initiative „Eichsfeld – Aus der Region, für die Region“ bietet Ihnen die Gelegenheit, original Eichsfelder Produkte direkt beim Erzeuger einzukaufen!

Kleine Chronik vom Eichsfeld



Erste Siedlungsbelege für das Eichsfeld gibt es aus der Bronzezeit. Und zwar von den Hermunduren, die mit den Römern nachweisbare Handelsbeziehungen unterhielten und später das "Thüringenreich" gründeten. Nach der Schlacht an der Unstrut gelangte der größte Teil des Eichsfeldes in fränkischen Besitz.

672-754: Sind die Lebensdaten vom heiligen Bonifatius. Zu dieser Zeit beginnt auch die Christianisierung des Gebietes.

722: Aus England kommend, reiste Wynfreth nach Rom und wurde vom Papst zum Bischof berufen und mit der Missionierung betraut.

723: jener Wynfreth erhält von Papst Gregor II den Namen Bonifatius und sowie die Sendung und den Segen für sein Missionswerk in Thüringen und Hessen welches er auch im Eichsfeld mit Erfolg ausführt.

897: PAGUS EICHSFELDEN wird erstmals urkundlich erwähnt.

927: Duderstadt wird erstmal urkundlich erwähnt als "Dudersteti"

1022: Das Kurfürstentum Mainz erwirbt Besitzungen. (u.a. auch Geisleden)

29-05-1153: Kaiser Friedrich Barbarossa besuchte Heiligenstadt.

1162: Gründung des Zisterzienserkloster Reifenstein.

1162: Die Stadt Worbis wird erstmals urkundlich erwähnt.

1180: Heinrich der Löwe besiegt Landgraf Ludwig III. von Thüringen auf dem Eichsfelde. Heinrich wütete weiter im Eichsfeld bis ihn Kaiser Barbarossa besiegt.

1244: Erster Weinanbau

1302: Bau des Duderstädter Rathauses.

um 1340: Tympanonrelief am Nordportal der St. Martinkirche in Heiligenstadt. Gilt heute als eine der ältesten Darstellungen des hl. Martin in Deutschland.

1351: Dokumentiert ist, dass der Hülfensberg bereits im Jahr 1351 seiner bisher nachweisbaren urkundlichen Ersterwähnung zu den sieben bedeutendsten deutschen Wallfahrtsstätten gezählt wurde.

1362: Laut Sage bringt Henning von Bartloff das Hilfenskreuz ins Eichsfeld.

1382: Kämpfer vom Städtebund Erfurt, Mühlhausen und Nordhausen verwüsten das Eichsfeld.

1524: Im Bauernkrieg werden Klöster geplündert. Eichsfelder werden Protestanten.

um 1580: Jesuiten beginnen die Gegenreformation.

Bis ins Jahr 1581 reicht die Geschichte der Palmensonntags Prozession zurück. (Die Leidensprozession Christi wird bis heute in 6 Passionsbildern dargestellt und durch die Straßen Heiligenstadts getragen.)

1598: Die Pest bricht aus und fordert zahlreiche Opfer.

1610: Heiligenstadt ist wieder katholisch. Protestanten wandern aus.

1696: Eine Reliquie vom Arm des heiligen Bonifatius soll auf den Hülfensberg gelangt sein.

1618-1648: Der Dreißigjährige Krieg macht das Eichsfeld zu einer Wüste.

1736-1738: Das Heiligenstädter Schloß wurde errichtet, und gilt als eines der bedeutendsten Profanbauten im Eichsfeld.

1739: Erster Tabakanbau.

1743: Franz Hartung aus Heiligenstadt bringt die ersten Kartoffeln ins Eichsfeld. Diese wurden bis 1754 ans Vieh verfüttert.

1756-1763: Schwere Schäden im Siebenjährigen Krieg.

1764: Ackerbau/Kartoffeln.

1771-72: Schnecken und Mäusefraß ziehen eine gr0ße Hungersnot nach sich.

1772: Die erste Zeitung erscheint in Heiligenstadt.

1779: Erster Postverkehr.

1781: Die Leinweberei hat sich angesiedelt.

1784: Der Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe besucht Dingelstädt. Er schreibt das Gedicht "Zuneigung".

1802: Die Ära Kurmainz endet. Das Eichsfeld wird preußisch.

1803: Die Stiftskirche am Berge die St. Martins Kirche "Mutterkirche des Eichsfeldes" wird der evangelischen Kirche übergeben.

1806: Das Eichsfeld kommt zum Königreich Wesrfalen.

1808: Code civil = Bürgerliches Gesetzbuch von Napoleon.

1813-14: Hungersnot, Typhus.

1816: Preußen teilt das Fürstentum Eichsfeld auf.

1823: Eichsfelder wandern nach Amerika, Rußland und Australien aus.

1839: Unwetterkatastrophen vernichten Menschen, Haustiere und die Ernte.

1842-46: Kartoffelkrankheit.

1850: Die Cholera wütet im Eichsfeld und fordert viele Opfer.

1856-1864: Theodor Storm ist als Kreisrichter in Heiligenstadt tätig.

1862: Heiligenstädter Schulschwestern. Die Mutter Oberin Placida Viel kommt von Frankreich nach Heiligenstadt, um hier eine Niederlassung in Deutschland zu gründen.

1866: Preußisch-Österreichischer Krieg.

1867: Erste Eisenbahnstrecke.

1914-1918: Der erste Weltkrieg führt zum Stillstand der Wirtschaft.

1929: Heiligenstadt wird Kneippbad. Bis heute ist der Kurort eine moderne Kureinrichtung für ganzheitliche Gesundheitsfürsorge. Das Kurhaus wurde im Bauhausstil erbaut.

1945: Zum Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte Untereichsfeld (= der niedersächsische Teil im ehemaligen Landkreis Duderstadt) der amerikanischen Besatzungszone an. Das Obereichsfeld (mit dem Kreis Heiligenstadt und Kreis Worbis) der sowjetischen Besatzungszone.

1946: Das Untereichsfeld als Teil Niedersachsens wurde in die neu gegründete BRD eingegliedert.

1949: Das Obereichsfeld wurde Teil der DDR.

1952-1961: Die Grenze wird unpassierbar. Es existiert ein 10 Meter Breiter Kontrollstreifen.

1960: Sperranlagen werden durch Stolperdrähte und Hundelaufanlagen verstärkt.

13-08-1961: Abriegelung Ostberlins. Beginn des Mauerbaus. Doppelter Stacheldrahtzaun, Minen und Spurensicherungsstreifen.

Im Oktober 1961 gibt es eine Massenflucht. Ein ganzes Dorf (Bösekendorf) flieht in Richtung Westdeutschland.

1970: "Selbstschußanlage" (Splitterminen) angebracht.

Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde das Eichsfeld von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze "Antifaschistischen Schutzwall" beeinträchtigt. Seit 1990 der Landstrich zu Thüringen.

1994: Der LANDKREIS EICHSFELD wird gegründet d.h. die Kreise Worbis und Heiligenstadt wurden zum Eichsfeldkreis zusammengeführt.

2008: 1111 Jahre Eichsfeld

3/2010: Nun ist es offiziell, Eichsfelder Fleischer dürfen nach dem Beschluß/Ausnahmegenehmigung des Bundesrates weiterhin an ihrer traditionellen Herstellung von Hackfleisch (Gehacktes) festhalten. Besonderheit: das Fleisch wird noch warm verarbeitet.

23.September 2011: Papstbesuch und marianische Vesper im Wallfahrtsort Etzelsbach mit Papst Benedikt XVI.

bergabi96.de.vu

eic-search.de Die Suchmaschine im Eichsfeld





Letzte Änderung am 24.11.2014 21:44 Uhr

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